Opti-Jüngsten-Training Juni 2015

Am Wochenende 20.-21.06. 2015 fand in der WSG wieder ein Optitraining für unsere jüngsten Segler und Seglerinnen statt. Bei bestem Wetter standen 14 Kinder vor dem Jugendzelt und holten die Optis samt Zubehör hervor, dabei wurden auch gleich die Fachbegriffe für alles wiederholt bzw. gelernt. Insgesamt wurden sechs Optis zu Wasser gelassen und aufgeriggt, ein weiterer Opti diente als „Paddelboot“ für die ganz Kleinen. Sie konnten erste Erfahrungen von unserem Schwimmponton aus machen und  unter Aufsicht alleine in der Boxengasse herumpaddeln.

Die anderen Kinder warteten schon ungeduldig auf den Start, alle Boote wurden mit zwei Kindern besetzt, jeweils ein „Profi“ und ein Kind mit weniger Erfahrung. Unsere Trainer vom ASC begleiteten und unterrichteten die Kinder vom Schlauchboot aus, machten Mut und zeigten, wie eine Wende und Halse geht. Bei gutem Wind konnte viel gesegelt werden, am Nachmittag waren erfahrene Kinder auch alleine unterwegs. Der Laser und unser neuer, gebrauchter  470er wurden aufgeriggt und drehten mit Kindern und Vätern besetzt Runden auf der Schlei, auch wurden die Standups fleißig bewegt. Trotz einer Wassertemperatur von 15° konnte man einige Kinder beim Baden beobachten…

Abends gab es ein gemütliches Grillfest, Spielen auf dem Spielplatz und noch mal eine Runde auf der Schlei drehen …und nebenbei ein Eis schlecken.

Am Sonntag war der Himmel bedeckt und: es gab keinen Wind in der WSG! Also wurden die Boote wieder ins Wasser gelassen und es ging auf die andere Seite der Schlei. Vor Kopperby konnten die Kinder, begleitet von den Trainern, ihr Können alleine ausprobieren, man sah immer ein kleines Optifeld hin- und hersegeln.

Alle waren sich einig: es war ein gelungenes Trainingswochenende mit viel Spaß, neuen Freunden und selbstgewonnener Sicherheit beim Segeln. Auch Stolz und Vertrauen in das eigene Können konnte bei vielen beobachtet werden, vielleicht haben wir dem Segelvirus weiter Nahrung geben können.

Durch die tatkräftige Unterstützung aller Eltern und besonders Armin und Kai, sowie den beiden Trainern ist es ein tolles Angebot für unseren Segelnachwuchs, wir werden es im September wiederholen!

Text: Brigitte Lehmann

Fotos: siehe "Fotos"


Sommertour 2014 mit der "Wilde 13"

Segel hoch, volle Fahrt und Ahoi!

Am 01. August hieß es für uns: Leinen los, volle Fahrt, Segel setzen und Ahoi! 3 1/2 wunderbare Wochen mit der Wilden 13 lagen vor uns und voller Vorfreude und mit dem Sommer im Gepäck legten wir ein perfektes Ablegemanöver hin und steuerten die Ausfahrt von der WSG an. Winkend zurück blieben unsere Eltern und weil wir so voller Freude, Euphorie und Glück waren, verpassten wir natürlich gleich die Brücke in Kappeln. Aber das war Nebensache: wir waren endlich los und nichts und niemand konnte uns mehr aufhalten. Wir machten also an einer Boje fest und gingen erstmal ausgiebig Baden. War das nicht ein wunderbaren Start in den Sommerurlaub? Blauer Himmel, schöner Segelwind und Sonne - ganz ehrlich, was wünscht sich ein Segler mehr.

Wir setzten Segel und steuerten Bagenkop an. Nach einer kurzen Nacht standen wir früh auf, wir wollten weiter, Strecke machen. Das diesjähre Ziel hieß nämlich anders zu den Jahren davor mal nicht Ostseeroulette und gucken, wo der Wind uns hintrieb, nein, wir wollten nach Kopenhagen! Unser nächster Halt hieß deshalb also schon Femø, eine Insel vor Lolland. Beim morgendlichen „ich dreh mich noch mal um...“ und „wie istn das Wetter?“ wurde klar, dass der Kaffee um mehrere Stunden verschoben wird und Ausschlafen die höchste Priorität hatte: dicke, schwarze Wolken hingen am Himmel, es Nieselte und im Hintergrund hörte man es schon leicht donnern. Am nächsten Tag weckte uns wieder die Sonne und wir segelten zur Insel Nyord. Von dort ging es nach Rødvig wo wir einige Einkäufe erledigten, Baden gingen und uns auf Kopenhagen freuten. Am nächsten Tag standen wir also früh auf, setzen Segel und die 13 glitt unserem Ziel immer näher. Es war ein wunderbarer Segeltag und zu einem wunderbaren Segeltag gehört nicht nur Sonne pur - es gehört wohl auch dazu, dass der Wind irgendwann keine Lust mehr hat und einschläft. Nun gut, das letzte Stückchen motorten wir also und kamen in der wunderbarsten Abendstimmung in Kopenhagen an. Wir legten in Nyhavn an und besser hätte die Ankunft in Kopenhagen nicht sein können: es war einer dieser Abende, an denen wirklich jeder jegliches Zeitgefühl vergisst, auf den Straßen getanzt wird, Musik bis in die Morgenstunden gespielt wird und überall gemeinsam geredet und gelacht wird. Wir stürzten uns also ins Kopenhagener Nachtleben und wurden Morgens sehr liebevoll mit einem lauten „Klonk! Klonk!“ geweckt. Nachdem der übliche „wer steht auf?“-Streit geklärt wurde, Frühstückten wir und gingen los. Kreuz und quer sahen wir uns alle Sehenswürdigkeiten an und genossen die Zeit. Es war so ein wunderbares Gefühl, jede Seemeile selbst gesegelt zu sein und wir waren mächtig Stolz auf uns!

Irgendwann hieß es wieder Leinen los und wir segelten nach Ven. Eine schwedische Insel genau zwischen Schweden und Dänemark. Abends kletterten wir hoch zur Kirche und genossen bei einem Bier den Sonnenuntergang mit Blick über die ganze Insel. Wir haben es doch tatsächliche nach Schweden geschafft. Zumal war die Strecke von Kopenhagen nach Ven die bestimmt härteste, die wir je mit der Wilden 13 erlebt hatten. Es war viel Wind und wir machten nur mit der Genua acht Knoten. Am nächsten Tag segelten wir weiter nach Mölle. Mit Blick auf den Wetterbericht hieß es wohl drei oder vier Tage Hafentag. Aber das machte uns nichts - unserem Proviant aber schon. Wir hatten kaum noch frisches Gemüse oder Obst und frisches Brot hatten wir auch lange nicht mehr gesehen. Vielleicht hätten wir den Wetterbericht lieber mit dem Hafenhandbuch genauer studieren sollen. Ja, dass wäre durchaus eine Möglichkeit gewesen. Aber wir wären nicht wir, wenn wir dies eben außer Acht ließen und uns lieber darüber freuten, endlich in Schweden angekommen zu sein. Deshalb ignorierten wir am nächsten Tag unseren mageren Proviant und machten uns auf: ab Mölle gab es einen kostenlosen Bus der uns auf den Kullen bringen sollte. Es war ein wunderbarer Tag, die Sonne schien, es war zwar sehr windig, aber trotzdem hat sich dieser Ausflug gelohnt. Nele war noch nie in Schweden gewesen und kannte die für Schweden typischen Felsen und die wunderbaren Wälder nicht. Am nächsten Tag machten Felix und ich uns auf zum nächsten Supermarkt. Es war wirklich ein Tagesprojekt, aber wir hatten unseren Spaß, lernten die Gastfreundlichkeit der Schweden kennen und Abends gab es dann endlich wieder frisches Gemüse und Brot. Irgendwann war es Zeit, die Heimreise anzutreten. Wir segelten nach Gilleleje und von dort weiter nach Malmö. Wir waren immer noch so begeistert von Kopenhagen das wir von Malmö regelrecht enttäuscht waren. Also machten wir keinen Hafentag, sondern segelten weiter nach Rödvig, wo wir auf dem Hinweg schon einmal waren. Wir wurden von lauter Musik, betrunkenen und singenden Dänen und Wetterleuchten empfangen. Nach dem Proviantmangel in Mölle waren wir diesesmal schlauer: der Wetterbericht hatte für die nächsten Tage mal wieder den bevorstehenden Herbst angekündigt und so suchten wir uns den Hafen zum Einwehen sinnvoller aus. Vordingborg war eine Stadt mit allen Versorgungsmöglichkeiten und allen Dingen, die Segler während Hafentage so brauchen: Strom und eine oder zwei heiße Duschen. Wir freuten uns, dass wir diesmal nicht nur den Wetterbericht, sondern auch unser Proviantproblem vom letzten Mal elegant überlistet zu haben. Nur eine Sache machte uns einen kleinen Strich durch die Rechnung: viele Segler hatten nämlich den Wetterbericht und das Hafenhandbuch erstaunlich gut studiert und peilten vor uns Vordingborg an. Der Hafen war dementsprechend also sehr voll. Irgendwann fanden wir dann doch eine kleine Lücke. Wir gingen Einkaufen, räumten auf, duschten und feierten am nächsten Tag Felix 19. Geburtstag. Es gab Pfannkuchentorte, Luftschlangen, Seifenblasen und wir hissten zur Feier des Tages unsere Santiano Flagge.

Über Agersø (eine wunderbare Insel vor Stignæs, die aufjedenfall nochmal auf den Törnplan kommt!) und Lohals begannen wir am nächsten Tag unseren längsten und nassesten, dafür aber auch sehr lustigsten Törn an. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 4,1 Knoten dauerte er 11 Stunden und 53 Minuten, unsere Höchstgeschwindigkeit war 7,5 Knoten und am Ende knackten wir die 50 Meilen. Abends kamen wir erschöpft, müde und bis auf die Knochen durchweicht in Mommark an und ließen den Abend in der Kneipe ausklingen. (Nach einer einstündigen Dusche versteht sich) Am nächsten Tag schliefen wir dementsprechend aus und machten uns erst am frühen Nachmittag nach Schleimünde auf. Unseren letzten Sommertourenabend verbringen wir traditionell immer in Schleimünde und dieser durfte natürlich nicht fehlen. Wir setzten uns mit dem letzten Bier in der Hand an den Strand und ließen unsere Sommertour Revue passieren. Dieses Jahr war es eine sehr Segelreiche Sommertour, die uns an manchen Tagen bis an unsere Grenzen brachte. Wie oft stiegen wir Morgens in das noch nasse Ölzeug. Wie oft klingelte der Wecker um sechs. Wie viele Wellen bekamen wir ins Gesicht, wie oft waren unsere Hände mehr als aufgeweicht. Ein super Entspannter Urlaub war es nicht, dass gaben wir alle zu. Aber wir waren trotzdem noch nie so stolz auf uns: wir hatten es bis nach Kopenhagen geschafft, haben auf schwedischen Felsen gesessen und hatten unseren bisher längsten Törn mit der Wilden 13 erfolgreich hinter uns gelassen. Und doch bereuten wir keinen einzigen Tag. Wir haben unglaublich viele Erfahrungen gemacht und ich kann mit Sicherheit sagen, dass wir diese nicht missen möchten.

Am Ende der Tour erreichten wir eine Endsumme von 495 Seemeilen!

Und am Ende bleibt nicht nur ein riesiges Dankeschön an die WSG Arnis, dass sie uns die Möglichkeiten für solche Touren bietet, auch die immer mit den neusten Wetterdaten beschriebenen SMS unserer Eltern wollen wir natürlich nicht außen vor lassen. Also DANKESCHÖN an alle, die uns diese wunderbare Tour möglich gemacht haben!!

Geschrieben von Sophie Lehmann

(Fotos: s. Fotos)

Kinderfest 2013 in der WSG

Dieses Wochenende fand das jährliche Kinderfest am 10. und 11.08. in der WSG Arnis statt.

Obwohl auf Grund des leider etwas regnerischen Wetters  nicht alle Kinder den Weg zu uns fanden, gab es ein volles Programm, sowohl auf dem Wasser als auch an Land, an dem alle Spaß hatten:

Einige Optis und auch der Laser wurden besegelt, allein und auch in Begleitung der Älteren. Das neue Schlauchboot der WSG wurde ausprobiert und die Wilde 13 machte eine Spritztour mit den etwas Größeren.  Danach gab es Spiele an Land vom Verein und der Jugendfeuerwehr Kappeln- Mehlby, Waffeln und den unglaublichen Hauptpreis: eine Fahrt in einem richtigen Feuerwehrauto. Es handelte sich also um einen gelungenen Tag, an dem wir die Kinder der WSG vielleicht noch ein wenig mehr für das Segeln begeistern und auf die vielen Möglichkeiten, die der Verein bietet, aufmerksam machen konnte. Ein Tag, der uns alle noch ein bisschen mehr zusammen gebracht hat. Wir hoffen das nächste Jahr wird wieder so schön und laden jetzt schon alle herzlich ein, dabei zu sein.

" Und, wie fandest du den Tag?"

" Toll"

" Und was fandest du toll?"

" Dass man Dinge tun konnte, die man normalerweise nicht machen kann"

" Okay, und was zum Beispiel?"

" Schlauchbootfahren! "

Nele Holdorff